Freitagabend
12. Juli 2019

Sensationelle Stimmung bei der Schlagerparty

MIT DER MAINSTREET BAND

Um pünktlich 20 Uhr betrat „Mainstreet“ am Freitagabend die Bühne und machte gleich klar, dass hier nicht lange auf Stimmung gewartet werden muss. Durch ihr riesengroßes Repertoire an Schlagerhits durch alle Jahrzehnte und die unglaubliche Musikalität der Band, war die Tanzfläche schnell zum Bersten gefüllt. Stühle und Tische musste weichen, damit genug Platz für die feiernde Masse war. Das Konzept mit dem veränderten Programm für den Freitagabend, weg von Dirndl und Krachledernen, hin zu leichter Sommerkleidung ging somit vollends auf. Waren doch mehrere Hundert Gäste, am Freitagabend im Zelt und wollten die tolle Sommerlaune teilen. Bis in die frühen Morgenstunden ging die Party gewaltig ab und man hatte das Gefühl, dass es dem Publikum immer noch nicht reichte, als gegen 2 Uhr die letzte Zugabe gespielt wurde.

Samstagnachmittag
13. Juli 2019

Abholen von Oberst Klaus Sieweke

In der Nachtigall

Dann hieß es am frühen Samstagmorgen aufräumen und alles im Zelt wieder herrichten für den Großen Zapfenstreich unter der Leitung vom Hauptmann der 2. Kompanie Jürgen Utecht. Utech leitete in diesem Jahr den traditionellen Zapfenstreich nunmehr zum 10. Mal und bekam dafür einen besonderen Dank durch die „Fackelträger“, mit leuchtend orangenen Warnwesten hatten sie den Spruch „Danke Jürgen“ auf ihren Rücken erscheinen lassen. Und auch nach 10 Jahren der Erfahrung, ist es auch dieses Mal wieder etwas ganz Besonderes für Jürgen Utecht gewesen, den Zug anzuführen. Entgegen der Jahrelangen Tradition, den Oberst und ersten Vorsitzenden der Gesellschaft zu Hause in Altenhagen abzuholen, hatte sich Oberst Klaus Sieweke entschieden sich dieses Mal in seiner, nach eigener Aussage, 2. Heimat, der „Nachtigall“ abholen zu lassen. Diese Entscheidung war nur zu schlüssig, da der amtierende König auch unweit des Schützenberges residiert und somit keine Busse nötig waren, um zu den einzelnen Lokalitäten zu gelangen. Etwas schmunzelnd wies Sieweke später in seiner Ansprache in der Nachtigall darauf hin, dass man damit auch einen Beitrag zum Klimaschutz leistete. Also marschierte der Zug um 15 Uhr dann erstmalig an diesem Tag zum Schützenberg über die Salzufler Strasse und holte den Oberst und seine Frau Daniela in der Nachtigall ab. Nach einer kurzen Ansprache durch den Zapfenstreichführer Utecht und Klaus Sieweke selbst, ging es dann nach kleiner Stärkung weiter zum König in den Lübrasser Weg.

Abholen der Majestäten

König Rudolf Krause und seine Königin Angelika empfingen das Bataillon dann in ihrer Residenz zu Bier und belegten Broten, die nach seiner Aussage in Rekordzeit von den Damen des Vorstandes geschmiert wurden. Innerhalb einer Stunde, waren 800 halbe Schnitten geschmiert. Nicht nur dafür bedankte sich der König in seiner ergreifenden Ansprache zu seinem „Volk“. Rudi, wie er kurz von allen genannt wird, hat das Königsjahr noch einmal in seiner Rede Revue passieren lassen und die vielen Begegnungen und Geschehnisse aufgeführt, die das charmante Königspaar sonst niemals erleben hätten dürfen, wenn sie im vergangenen Jahr am Montag nicht den Adler abgeschossen hätte. So war auch zum Beispiel die „Cold-Water-Beer-Challange“ ein beeindruckendes Erlebnis, bei dem der Heeper Schützenkönig in Badehose, weißem Hemd und Krawatte und dem traditionellen Schützenhut bekleidet durch eine Wasserwand marschiert ist, gefolgt von vielen seiner Schützenschwestern und Schützenbrüdern für einen guten Zweck.

Ehrenamt ist was besonderes

Im Besonderen aber hob Krause in seiner Rede das Ehrenamt hervor und mahnte alle anwesenden dazu, dieses Amt, das von vielen in einer solchen Schützengesellschaft und nicht nur da, mit viel Leidenschaft und Hingabe ausgefüllt wird, auch dementsprechend zu ehren und zu respektieren und alle Ehrenamtlichen dabei zu unterstützen. Sicherlich ist auch einmal Kritik an der ein oder anderen Stelle angebracht, so Krause, denn niemand macht immer alles richtig, aber dann bitte in direkter Ansprache und mit entsprechendem Respekt dem Amtsinhaber gegenüber. Denn nur durch das Ehrenamt, ist es überhaupt möglich, ein solch großes Fest wie das der Heeper Schützen, jedes Jahr wieder auf´s Neue auf die Beine zu stellen. Auch wies König Rudi darauf hin, dass der Verein sich auf die Veränderungen der heutigen Zeit einstellen muss. Diese schnelllebige Zeit erfordert im Besonderen in einem Traditionsverein immer die richtige Balance zwischen Moderne und Tradition zu wahren und auch junge Leute zu fordern und vor allem zu fördern. Haben die Heeper in ihren Reihen doch zahlreiche jüngere Kameradinnen und Kameraden in entsprechenden Positionen, so muss aber dennoch darauf hingearbeitet werden, dass sich die Jungen auch etwas trauen und vielleicht auch mal den Adler am Montagmorgen herunterschießen, so wie er es zusammen mit seinen Weg- und Throngefährten aus dem Jahr 2011 dem heutigen Kronprinz Thomas Juros mit seiner Frau und Kronprizessin Angelika und Bierkönig Klaus Klemme zusammen mit seiner Bierkönigin Karla im letzten Jahr getan hat. Denn eine Schützengesellschaft kann nur fortbestehen, wenn entsprechender Nachwuchs daran Spaß hat, sich dem Ehrenamt und besonderen Würden zur Verfügung stellen.

Kranzniederlegung

Weiter ging es dann von der Residenz des Königs per Marsch zur Kranzniederlegung an das Kriegerdenkmal. Zapfenstreichführer Utecht leitete das Bataillon aber zuerst noch einmal zum Hassebrock, wo die Schützenbruderschaft St. Johann aus Stuckenbrock sich in den Zug einreihte um dann gemeinsam am Kriegerdenkmal an die Gefallenen der beiden Weltkriege zu Gedenken. In seiner Ansprache mahnte Oberst Klaus Sieweke dazu standhaft in Zeiten des aufkeimenden Nationalismus zu bleiben, Lieben die Schützen doch ihre nach den Kriegen gewonnene Demokratie und Freiheit, denn sind sie doch sicherlich Patrioten und lieben ihr Land, aber Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit, die mehr und mehr, auch über die Grenzen Deutschlands und im Besonderen dort, zu Tage tritt haben bei den Schützen keinen Platz. Er forderte alle Anwesenden auf die Freiheit und Demokratie zu schätzen und standhaft zu verteidigen.

GROßER ZAPFENSTREICH

Vom Kriegerdenkmal zog der Zug dann zum Amtsplatz um dort zu den Klängen der Teutoburger Jäger und dem Musikkorps der St. Johann Schützenbruderschaft Stukenbrock e.V. den „Großen Zapfenstreich“ zu begehen. Nicht nur die Liedwünsche von amtierenden König u.A. „Satisfaction“ von den Rolling Stones, wurden wieder einmal durch die beiden Spielmannszüge perfekt intonisiert. Bei strahlendem Sonnenschein wurde auf dem Amtsplatz die beeindruckende Zeremonie von zahlreichen Besuchern begleitet. Als es dann ein letztes Mal an diesem Tage über die Salzufler Straße zum Schützenberg ging, vernahm Zapfenstreichführer Utecht sichtlich gerührt, die herzliche Geste der Fackelträger sich bei ihm für die 10 Jahre der Leitung zu bedanken.

Samstagabend
13. Juli 2019

Green ‘n’ White Partynight

Als es dann im Festzelt angekommen „An die Tische weggetreten“ hieß, war die „Green´n´White Partynight“ eröffnet. Die Band „Meilenstein“ eröffnete den Tanz im Hauptzelt pünktlich um 20 Uhr. Wie gewohnt mit tollem Sound und einem beeindruckenden Repertoire von Liedern heizten sie den Gästen mächtig ein. Um 23:30 hat dann DJ Ernesto zusammen mit seinem Team im „Diskozelt“ die Plattenteller angeworfen und mit Serien von Remixes die Tanzfläche zum Kochen gebracht. Es war ein absolut voller Erfolg und die richtige Entscheidung eine solche Größe wie DJ Ernesto an die Turntables zu holen. Hat der international erfahrene DJ doch auch schon bei Veranstaltungen von mehreren Tausend Zuschauern aufgelegt und ist auch auf Ibiza und Mallorca ein ständiger und gern gesehener Gast am Mischpult der großen Clubs auf den Baleareninseln.

Sonntagvormittag
14. Juli 2019

Frühschoppen mit den Teutoburger Jäger

Am Festsonntag stand zu allererst um 11 Uhr die Band der Teutoburger Jäger, wie schon seit vielen Jahren zum Frühschoppenkonzert auf dem Heeper Amtsplatz. Zahlreiche Besucher genossen die Klänge aus allen Jahrzenten und auch durchaus Lieder aus dem klassischen Bereich fanden im wahren Wortsinne ihren „Anklang“.

Sonntagmittag
14. Juli 2019

großer Festumzug

Dann war um 13:45 Uhr für die 4. Kompanie, die Konigskompanie in diesem Jahr, Antreten am Amtsplatz angeordnet. Traditionell wurde dort die 1. Kutsche mit den Hoheiten Angelika und Rudolf Krause sowie Daniela Sieweke und Oberst Klaus Sieweke besetzt und in der 2. Kutsche nahmen das Kronprinzenpaar Angelika und Thomas Juros, begleitet durch das Bierkönigspaar Karla und Klaus Klemme, Platz. Von hier aus ging es dann über die Hillegosser Straße zum nahegelegenen „Hassebrock“ wo neben mehreren hundert Zuschauern der „Große Festumzug“ auch die Gastvereine das Technische Hilfswerk, die Freiwillige Feuerwehr Heepen/Altenhagen, die Oerlinghauser Schützengesellschaft von 1590 e.V., Schützengesellschaft Dalbke und Umgegend e.V., St. Johannes Schützenbruderschaft Stukenbrock, Schützenverein Nienhagen 1905 e.V., Dornberger Schützen 1953 e.V. und last but not least Bielefelder Schützengesellschaft von 1831 e.V. und das Bataillon der Heeper Schützen schon auf die Regenten warteten. Nach Abschreiten der Paradeaufstellung ging es dann zur Feierstunde für den „Großen Festumzug“ zum Amtsplatz.

Ansprache am Amtsplatz

durch Oberst Klaus Sieweke

Oberst und 1. Vorsitzender Klaus Sieweke hielt seine Traditionelle Anspreche an das Bataillon, die Gäste und die vielen Zuschauer, die sich per Abkürzung von Hassebrock direkt zum Amtsplatz begaben. Darin hob Sieweke in seiner Ansprache auch die musikalische Begleitung des Umzuges durch die Teutoburger Jäger, den Spielmannszug St. Johann Stuckenbrock und das Blasorchester „Drei Sparren“ aus Bielefeld hervor, die weithin hörbar seien. Auch die sportlichen Erfolge der erwachsenen und jugendlichen Sportschützen der SGH wusste Sieweke besonders zu erwähnen und das diese nicht von irgendwo herkämen, sondern dass hierfür eine richtige Umgebung und ein gut ausgestatteter Schießstand, der seit kurzem auch Landesleistungsstützpunkt ist, wichtig ist. Noch wichtiger aber sind die Trainer und Funktionäre die unermüdlich die Sportschützen trainieren und unterstützen, namentlich dabei genannt sind stellvertretend Rolf Pohlmann für seinen Einsatz an der Technik als auch Dirk Hülsmann und Jonah Brechmann die ihr Wissen, Können und Erfahrung an die jugendlichen Schützen weitergeben.

25 jähriges Jubiläum der Rotjacken

Herzlichen Glückwunsch

Ebenso gratulierte er den „Rotjacken“, die Damenabteilung der Heeper Schützen zu ihrem 25-jährigen Bestehen und freute sich über das Engagement auch über die Vereinsebene hinaus, z.B. in sozialen Angelegenheiten, aber auch für die Unterstützung in allen Bereichen des Vereins. Er dankte ausdrücklich und wünschte, dass die Rotjacken bleiben wie sie sind, nämlich wunderbar!

Auf zum großen Familiennachmittag

Vom Amtsplatz ging es dann für den „Großen Festumzug“ unter der Leitung von Festleiter Christian Büscher zum Schützenberg, mit Freunden, Bekannten und Gästen einen wunderschönen Nachmittag in der Nachtigall, bei Kaffee, Kuchen und sicher auch dem ein oder anderen Bier zu verbringen. Das Wetter jedenfalls hatte wunderbar mitgespielt, war es doch nicht so heiß wie im vergangenen Jahr, aber auch nicht zu kalt für die weiblichen Majestäten in ihrer durchweg hoch feierlichen Robe.

Sonntagnachmittag
14. Juli 2019

Familiennachmittag

für alle wurde etwas geboten

Der Familiennachmittag war ein besonderer Nachmittag für alle von klein bis groß! Neben einem Umfangreichen Kuchenbuffet, bei dem Spenden für einen guten Zweck gesammelt wurden, konnten sich die kleinen Gäste bei dem Kindernachmittag und der Kinderdisko austoben. Als besondere Überraschung könnten die Kinder erstamals das Mini-Sportabzeichen bekommen.

Das war ein riesen Spaß!

Montagvormittag
15. Juli 2019

Frühstück mit den Ehrengästen

Nach einem ersten Frühstück des Vorstandes und den honorigen Gästen im Rathaus zu Heepen, ging es dann um 8 Uhr schon auf dem Hassebrock zum Abschreiten des Bataillons durch das Königshaus weiter. In wieder einmal festlich geschmückten Kutschen, fuhr der Thron vor um das Bataillon „abzunehmen“! Anschließend ging es dann für die Gäste und den Thron per Kutsche zum Schützenberg zu traditionellen Schützenfrühstück bei Brühe und belegten Brötchen, die wie jedes Jahr von Thron gespendet und von den Damen des Vorstandes unermüdlich geschmiert wurden.

Begrüßung der Ehrengäste

Nachdem dann reichlich gefrühstückt wurde und die Begrüßungsansprache durch den Oberst Klaus Sieweke der die Ehrengäste allen voran Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen, Bezirksbürgermeister Holm Sternberg, stellv. Bezirksbürgermeisterin Elke Grünewald, Frank Becker Vorsitzender Schützenkreis Bielefeld, Frederike Strate Detmolder Brauerei Strate, Kath. Astor Brakhane, Pfarrer Hillenhagen, Jennifer Erdmann Vorstandsmitglied Sparkasse Bielefeld und stellv. Vorstandsmitglied Stefan Dwillies, Anna Katharina Gertheinrich Regionalleiterin Volksbank Bielefeld-Gütersloh, Stefan Kock Geschäftsstellenleiter Volksbank Heepen, Reiner Baumeier und Andreas Lessing der Löschabteilung Heepen, THW Ortsbeauftragter Andreas Piel und Jürgen Utecht von der Werbe- und Interessengemeinschaft Heepen, über welchen später noch ausführlich zu berichten ist!

Ansprachen der Ehrengäste

und Beginn des Königsschießen

Nachdem dann OB Pit Clausen den Geist des Miteinanders bei den Schützen, ins besondere bei den Heeper gewürdigt hat und sich wünschte, diesen Geist auch auf die Bürger Bielefelds zu transportieren, hielten u.a. auch Holm Sternberg und Frederike Strate eine ansprechende Ansprache. Danach ging es dann für die Ehrengäste auf den Schießstand und eröffneten damit den Reigen des „Königsschießens“. Allen voran war es Frederike Strate, die mit dem 13. Schuss den Ring dem Adler aus dem Schnabel schoss. Eine beachtliche Leistung, da der Adler in diesem Jahr aus härterem Holz als die Jahre zuvor gefertigt wurde. Folgerichtig hatte Frau Strate auch die Belohnung für diesen meisterlichen Schuss zu entrichten, 100 Liter Freibier für das Bataillon, welches seit Jahren ja aus dem Hause Strate kommt und ihr somit sichtlich Vergnügen bereitet hat, sich von Ihren Kameraden mit dem Ring in der Hand ins Festzelt tragen zu lassen.

Konigsschießen

Nach dem ersten Schießdurchgang wurde es dann ernst. Der Wettkampf um den Thron konnte beginnen. Zuerst war die 1. Kompanie dran und hier zeichneten sich schon einige Ambitionen ab, wurde die Krone an ihrem weiß markierten Schussring doch mehrfach direkt oder sehr nah dran getroffen. Als dann aber nach diesem bis dahin ergebnislosen Schießdurchgang die 2. Kompanie den Niedergang herabstieg und die ersten Treffen hochaufgelöst per Monitore ins Zelt übertragen wurden, war klar, dass hier hoch ambitionierte Kandidaten auf die Königswürde dabei waren, wurden doch an allen Insignien des Adlers klare Wirkungstreffer erzielt. Da aber jeder Aspirant beim ersten Schießdurchgang lediglich einen Schuss abfeuern darf, hatte sich eine Entscheidung erst einmal verzögert. Nachdem dann die 2. Kompanie, ebenfalls erfolglos den Schießstand wieder verlassen musste, waren chronologisch die 3. Und dann 4. Kompanie aufgefordert auf den Adler zu schießen. Hier waren keine weiteren erwähnenswerten Treffer zu verzeichnen, so dass schnell klar wurde, die Ambitionen lagen bei der „Ersten“ und „Zwoten“.  Dann war erst einmal Schießpause angeordnet während dieser die Hauptmänner und Ihre Frauen eine kurzweilige Unterhaltungseinlage darboten. Sofort danach wurde wieder die Zweite Kompanie zum Königsschießen aufgefordert, an dieser Stelle war dann klar, dass auch sämtliche Vorhaben aus der Erste Kompanie ad acta gelegt wurden und das neue Königshaus augenscheinlich aus der Kompanie von Zapfenstreichführer und Hauptmann der Zweiten Jürgen Utecht kommen wird.  Das Ergebnis ließ auch nicht lang auf sich warten. Mit dem 149. Schuss tobte ein Jubel durch das Festzelt, konnte doch jeder auf den von Stephan Prang und Daniel Diestelmeier aufgestellten Monitoren sehen, dass die Krone gefallen ist, Schütze Gert Deppermann! Augenblicklich wurde das Schießen erneut unterbrochen und Gert Deppermann wurde in Begleitung seiner Frau Andrea von seinen Kameraden ins Zelt getragen. Nach dem dann folgenden Gratulationsreigen wurde die 2. Wieder zum Schießen gebeten, also war dann auch klar, wo die beiden anderen Insignien hingehen würden. Allerdings ging es diesmal nicht so schnell, denn überraschender Weise, war Maik Leiche die Stabilität des Adlers nicht bewusst, bedurfte es doch einiger Schüße, bevor sich endlich das Zepter löste und zu Boden fiel. Sicherlich hatte Leche, der eigentlich ein begnadeter und treffsicherer Schütze ist, doch so einige flapsigen Beiträge seiner Schützenschwestern und Schützenbrüder eingehandelt, dass es doch sehr lang gedauert hatte, nämlich bis zum 209. Schuss, dass er zu Kronprinzen-Ehren in Begleitung seiner Frau Nicole ins Festzelt getragen werden konnte. Während dessen hat ein anderer Kamerad bereits den Apfel erfolgreich „lose“ geschossen, Jürgen Utecht, der auch sofort nachdem Maik Leiche im Festzelt gratuliert worden war, sein Vorhaben bei neuerlichen Eintreten der 2. in den Schießstand mit nur 4 weiteren Schüssen den Apfel aus den Fängen des Holzadlers befreien konnte und somit zusammen mit seiner Frau Sabine das Bierkönigspaar für das kommende Regentenjahr stellen wird. Dann war der Restadler dran und Maik Leiche verstand es wohl als Wiedergutmachung, dass er diesen dann doch recht schnell vom Stiel schoss und damit gleich zum 2. Mal an diesem Tag ins Zelt diesmal aber nur geleitet wurde.

Montagmittag
15. Juli 2019

Königsproklamation

Die Proklamation wurde dann mit einiger Verspätung durchgeführt wobei die scheidenden Thronmitglieder diesmal weniger mit Tränen, sondern vielmehr mit Stolz Ihrer Schärpen und Ketten entledigt wurden, König Rudi Krause genoss zusammen mit seiner Königin Angelika sichtlich das vergangene Jahr und hatte ausdrücklich betont, dass er mit Freude das Amt des Königs der Heeper Schützen bekleidet hatte, also keinerlei Grund für Traurigkeit vorläge. Ebenso Kronprinz Thomas Juros neben seiner Frau Angelika, der sofort danach das Amt des Hauptmanns der Ersten Kompanie übernommen hat, das kommissarisch von seinem Vorgänger Peter Wiesbrock über die Zeit als Kronprinz ausgeführt wurde. Auch vom scheidenden Bierkönig Klaus Klemme nebst seiner Frau und Bierkönigin Karla waren keine Tränen zu erwarten, ist er doch ein Ausbund an Humor und Fröhlichkeit.

Unsere neuen Majestäten

Der neue und damit Amtierende Thron Schützenkönig Gert Deppermann mit Frau Andre, Kronprinz Maik Leiche mit Frau Nicole und Bierkönig Jürgen Utecht mit Frau Sabine namen mit Stolz und Würde die Ketten und Schärpen der jeweiligen Ämter entgegen, Dabei wurde auch endgültig klar, warum Gert Deppermann gerade in diesem Jahr so scharf auf die Krone geschossen hat, tauchte doch auf der Bühne der Schützenadler von 1969 auf, den kein geringerer als sein Vater, ebenfalls Gert Deppermann vor genau 50 Jahren abgeschossen hatte. Dies war ein beeindruckender Anblick, als nun beide Adler nebeneinander auf der Bühne saßen und eine Familientradition rund gemacht hat!

Montagabend
15. Juli 2019

Es tanzt die Nachtigall

Der Montagabend war dann folgerichtig fest in der Hand der Schützen, neben vielen Besuchern ist der Montagabend der mit der Begrüßung des neuen Throns standesgemäß mit einem Antreten des Bataillons auf dem Hassebrock beginnt um dann bis in den frühen Dienstagmorgen im Festzelt bei viel Tanz und Musik den neuen Thron zu feiern und weil die 6 Thronleute lange Jahre schon gute Freunde sind, waren sie natürlich mittendrin, statt nur dabei…